Gott lies das Girls Camp bewachen!

Mit neun Mädchen, die regelmässig unser Girlsprogramm besuchen, machten wir uns auf den Weg nach Parajd um eine Woche miteinander zu verbringen.
Der Montagmorgen war für mich schrecklich weil nichts wie geplant lief. Die Köchin hatte einen schlimmen Ausschlag und musste zum Arzt, ein Leiter hatte die Darmgrippe und der Bus, mit welchem ich die Girls zum Lagergelände bringen sollte, stand nicht wie abgemacht bereit. In dem Moment fühlte ich mich von allen im Stich gelassen und hätte am liebsten das ganze Camp abgesagt. Da ich aber wusste, wie sich die Mädchen auf das Camp freuten, versuchte ich mich zu motivieren, die Tränen abzuwischen und alles in die Hände Gottes zu geben.
Wir hatten das Thema «Beziehungen» als Schwerpunkt der Woche. Beziehungen zwischen Mann und Frau, Eltern und zu Gott. Die Girls waren sehr aktiv und haben in den Programmen gut mitgemacht.
Bei herrlichem Wetter erlebten wir eine wunderschöne Woche. Die Wasserschlachten sorgten bei der herrschenden Hitze für die nötige Abkühlung, trocken blieb dabei niemand! Es ist interessant, wie die Mädchen, richtige Fräuleins, im Spielen zu richtigen Rowdys werden. Je härter das Spiel, desto mehr Spass haben sie dabei.
Da wir in diesem Lager nicht so viele Leiter waren, war es uns nicht möglich jede Nacht zwei Personen als Nachtwache zu stellen. Eine Nachtwache darum, weil es in dieser Gegend zahlreiche Bären und Wölfe gibt. Eine uns bekannte Gruppe berichtete von drei Bären in einer Nacht! Wir beteten am Abend um Schutz für unser Camp. Als ich am Morgen aus dem Zelt kam, sass ein weisser Hirtenhund neben dem Zeltlager und schaute mich mit wachem Blick an. Der Hund war von nun an jede Nacht bei uns im Camp, wenn jemand aufs WC musste, begleitete er diese Person, wenn ein Tier in die Nähe kam, hörte man ihn mitten in der Nacht bellen. Tagsüber war der Hund nirgends zu finden, kaum fing es an zu dämmern, tauchte er aus dem Nichts auf. Für uns war klar: Gott hat uns diesen Hund als Beschützer geschickt. In den vorherigen Lagern, da hatten wir genügend Leiter, haben wir das Tier übrigens nicht ein einziges Mal gesehen!
Es freut mich, dass ich Gottes Wirken in den Leben der Girls sehen durfte und wir eine super Zeit miteinander verbracht haben!
Edith Jutzi



